Sarah's Krankentagebuch

 

 

Tag 6 und 7 und 8 und 9 und 10 nach der Operation

Sarah im Bett 3

Heute ist es endlich soweit: Der Verband kommt runter.
Ha! Da kann ich ja dann Ostereier fährten gehen.

Zwischenzeitlich musste ich ja noch ein paar Mal zum Verbandswechsel, aber heute... heute kommt er runter. Endgültig. Weg. Futschikato. Nie nich wiedergesehen.
Und die Fäden werden auch gezogen.

Wuff. Ich freu' mich. Doppel-Wuff.

Frauchen fährt mit mir zur Tierklinik. Sogar früher als vereinbahrt. Stellt Euch mal vor: Bloß weil sie im Büro umzieht, hat man ihr glatt den PC abgebaut. Da konnte sie gar nicht weiterarbeiten. Tja, und da hat sie dann gesagt: Okay, dann gehen wir eben ins Osterwochenende.

Jetzt liege ich im Wartezimmer der Tierklinik. Und jeder, der mich sieht, macht »Oh, der arme Hund.«
Neben mir, zwei Stühle weiter, liegt eine Pudeldame. Die hat auch so 'nen Verband, aber meiner ist viel schöner. Vor allem ist meiner so super toll von Frauchen mit blauem Isolierband verziert. Das hat keiner. (Die Tierärztin hatte den Verband sooo toll zusammen gefriemelt, dass er sich bereits am ersten Abend in seine Einzelteile zu zerlegen begann. Grins. Nicht, dass ich was dagegen gehabt hätte...)

Die Tür geht auf. Ah ja. Wir sind dran. Los, Frauchen, mach hinne. Ich will das Ding loswerden! Leider muss ich meine Chefin-Frauchen-Unterrudelführerin-Chauffeuse hinter mir herziehen.

Oooh nee, und dann fangen die Mädels auch noch an zu quatschen. Hey, ihr Menschen, entfernt mir doch endlich mal das Ding da. Sonst mach' ich's selber. Wuff.
Na endlich. Sie knien sich neben mich, und dann werde ich befreit. Und die Fäden werden auch direkt – schnipp-schnapp – entfernt. Wunder(wuff)bar.
Rank und schlank sehe ich jetzt aus (zumindest rechts).

Nachdem Frauchen dann auch ihr Plastikgeld losgeworden ist (ich hoffe, sie zieht es mir nicht von meinem mageren Frolic-Taschengeld ab), fahren wir heim. Toll. Ich fühle mich so leicht. Endlich kann ich mich wieder auf dem Rücken wälzen... über die Wiesen rennen... spielen... toben...

»Stopp!« kommt es von meinem Frauchen. »Du hast jetzt sechs Wochen Leinengebot. Kein Toben, Rennen, Spielen... Schonung!«

Na, das wollen wir mal sehen, Frauchen! denke ich so für mich und sinke seufzend auf dem Rücksitz in leichten Schlummer, während mein Lieblingsfrauchen mich nach Hause kutschiert.


Wie es mir so in den kommenden Wochen ergeht, lesen Sie demnächst hier:



Sarahs Krankentagbuch – die Rekonvaleszentin

 

Tschüss, Eure Sarah Sarah zwinkert

 

Hier geht´s zum Gästebuch

 

... Geschichten und Fun bei www.Sarahsahni.de... Nützliches und Lustiges...

 

zurück zur letzten Seite

Sarah's Krankentagebuch – Seite 4
Alle Rechte liegen beim Autor
(C) Copyright 2003-2010 Anette Manzius

nachoben

überarbeitet 05.03.2007